Zahlbach

Das Zahlbacher Kreuz

Die Gebetsstätte am so genannten Zahlbacher Kreuz besteht aus der Kreuzkapelle, dem Kreuzweg, einem Tischsockelkreuz mit einem Korpus im Nazarenerstil und der Marien-grotte.

Die Kreuzkapelle

Der älteste Teil ist die Kreuzkapelle, die bereits im Jahre 1735 gestiftet wurde. Über der Eingangstüre ist im Stein verewigt: „STIFTER DIESES SEBASTIAN HASENEY VON WALLBACH UNT CASPAR SCHMITH VON ZAHLBACH“.

Sebastian Haseney, geboren in Hundsbach bei Hammelburg, heiratete am 15.1.1703 eine Elisabeth Schultheis aus Wollbach, wo er 69jährig am 18.5.1746 verstarb. Die Ehe war kinderlos geblieben. Was ihn bewog zur Stiftung der Kreuzkapelle beizutragen, ist nicht überliefert. Von Caspar Schmith können keine näheren Lebensdaten ermittelt werden, der Name kommt in den damaligen Aufzeichnungen der Matrikelbücher zu oft vor.

In ihrer annähernd 300 jährigen Geschichte, wurde die kleine Kapelle sicher schon mehrere Male instand gesetzt. Eine gründliche Renovierung wurde in den Jahren 1975 und 1986 durchgeführt, dabei wurde die Kapelle mit einem neuen Dach versehen und rundherum erneuert. Auch die Heiligenfiguren wurden vom Kirchenmaler Kurt Schraud aus Stangenroth neu bemalt und vergoldet. Ein Teil der angefallenen Kosten in Höhe von 6 500 DM, wurden damals von den Jagdgenossen in Zahlbach übernommen.

Das Steinkreuz neben der Kapelle

Das Steinkreuz mit dem Christuskorpus im Nazarenerstil neben der kleinen Kapelle wurde vom Bildhauer Rudolf Rost aus Stralsbach im Jahre 1960 geschaffen. Das Tischsockelkreuz hat eine Höhe von 4 m, der Korpus misst 1,5 m. Die Inschrift auf dem Sockel in lateinischen Großbuchstaben lautet: ES IST / VOLLBRACHT.

Bevor dieses Kreuz im Jahre 1960 neu errichtet wurde, stand schon ein ähnliches am gleichen Standort. Dieses war ähnlich wie die Kreuzwegstationen so stark verwittert, dass eine Renovierung keinen Sinn mehr hatte. Es ist anzunehmen, dass das alte Kreuz aus der Zeit der Entstehung der Kreuzkapelle oder der Kreuzwegstationen war, Aufzeichnungen darüber gibt es nicht.

Die vierzehn Kreuzwegstationen

Die vierzehn Stationen des Kreuzweges wurden im Jahre 1826 vom Gastwirt Michael Albert aus Zahlbach 24, (an der Holzmühle 2) und seiner Ehefrau Anna, geb. Keßler aus Gefäll, gestiftet, die beide im Jahre 1842 verstarben. An der ersten Station ist der Text eingeschlagen:

„Diesen Kreuzweg hat Gott zu Ehren gestiftet der ehrsame Michael Albert Gastgeber zu Zahlbach und deßen Eheweib Anna geb, Keßler von Gefäll 1826.“
Alfred Saam